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Doppelgrab und Tiefgrab

Das Doppelgrab dient Eheleuten und Lebenspartnern als gemeinsame letzte Ruhestätte. Es ist ein würdevoller Ort der Erinnerung an ein vergangenes Menschenleben. Im Doppelgrab werden zwei verstorbene nebeneinander bestattet.

Bei einem Doppelgrab beträgt die Ruhefrist genau wie bei dem Einzelgrab ein Jahr, bzw. über einen Winter. Wenn die zweite Bestattung ansteht, muss meistens das Grab wieder abgebaut werden. In manchen Gemeinden ist das Grab von vorne herein so groß bemessen, das ein Sockel und das Grabmal stehen bleiben können. Auch nach der zweiten Beisetzung sollte die Ruhezeit eingehalten werden.

Die Gestaltung des Grabsteins

Der Grabstein ist ein wichtiger Teil unseres Gedenkens an die Verstorbenen. Aus Stein gefertigt bietet er die Chance, uns dauerhaft und würdevoll an die verstorbenen Menschen zu erinnern.

Der Grabstein für ein Doppelgrab sollte sowohl der Grabgröße, als auch der Namenslänge der Verstorbenen angepasst sein. Jedoch bieten heutige Gestaltungsformen die auch die Möglichkeit, relativ große Doppelgräber mit schmalen Stelen auszuführen. Diese werden dann mit sehr kleinen Inschrift versehen was den Betrachter „zwingt“, länger am Grab zu verweilen, um die Schriften studieren zu können. Darüber hinaus können jedoch alle möglichen Arten von Denkmälern für das Doppelgrab gewählt werden. Ob stehender stein, Schriftkissen, Schriftplatte oder liegender Stein, hier können alle Arten realisiert werden. Als stehende Steine werden für Doppelgräber meistens Breitsteine oder Stelen gewählt.

Doppelgräber bieten den größten Gestaltungsraum und die größte Pflanzfläche. Daraus resultiert jedoch die Veantwortung des Steinmetzen, alle Teile des Doppelgrabes sorgfältig  aufeinander abzustimmen. Zudemist bei Doppelgräbern die Liegezeit des Grabes meist deutlich länger als bei Einzegräbern oder bei Urnengräbern, sodass auch die Wahl des Materials sorgfältig erfolgen muss. Zwar kann ein Findling oder ein Felsen mit den Verstorbenen und den Angehörigen gemeinsam „altern“ und dabei immernoch würdevoll und zeitlos aussehen. Ein poliertes oder geschliffenes Grabmal, welches durch Frost, Witterung und Pflanzen nach und nach zerstört wird, dient keinem Verstorbenen als würdevolles Grabzeichen.

Deshalb ist eine Beratung und die Auswahl des richtigen Gesteins für ein Doppelgrab sehr wichtig. Hier entscheidet sich, ob das Grabmal die Liegezeit überdauern wird. Auch hier eignen sich Granit und Basalt hervorragend, um ein witterungsbeständiges Grabmal herzustellen.

Der Grabstein trägt den Vornamen und Nachnamen (Geburtsnamen), das Geburtsdatum und das Sterbedatum der Verstorbenen. Auf dem Grabstein kann ein Leitspruch der verstorbenen angebracht werden. Bei der Gestaltung der Schrift gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie kann in den Grabstein einghauen werden oder als Metallschrift auf den Grabstein gesetzt werden.

Die Gestaltung des Grabes

Ein Doppelgrab wird meistens von einer Grabeinfassung aus dem selben Stein wie das Denkmal umradet. Zum einen dient die Umrandung zum Schutz vor herausfallender Erde, zum Anderen erhebt sie den Grabstein optisch. Ein Doppelgrab kann wie ein Einzelgrab mit Teilabdeckungen oder Komplettabdeckungen gestaltet werden, um die Pflanzfläche zu verkleinern. Bei Komplettabdeckungen sollten die Abdeckungen aus mehreren Teilen hergestellt werden, um die große Grabfläche optisch aufzuteilen und sie dadurch nicht so groß wirken zu lassen. Auch so genannte Beetstreifen oder Beetabtrennungen können eingebaut werden, um zum Beispiel einen Teil der Grabfläche mit Kies zu bedecken, während man die anderen Tiele abdeckt oder bepflanzt.

In manchen Städten und Gemeinden können in Doppelgräbern später noch zusätzliche Urnen beigesetzt werden. Wenn auf dem Grab dann der Grabstein sowie verschiedene Schriftplatten für die zusätzlich beigesetzten Urnen stehen, wird die gesamte Grab zu einer Ahnengalerie. Wenn man die dann Kosten für ein Doppel- oder Mehrstellgrab auf alle Verstorbenen aufteilt, sind sie mitunter geringer als die Kosten für die gleiche Zahl an Einzelgräbern.

Das Doppelgrab Tiefgrab

Das Tiefgrab ist die platzsparende Variante des Doppelwahlgrabes, dabei werden die Verstorbenen übereinander bestattet. Die meisten Tiefgräber sind nicht viel größer als Einzelgräber. Das hat den Vorteil, dass verstorbene Lebenspartner zusammen beerdigt werden können, ohne den Angehörigen die große Grabfläche zur Pflege zu hinterlassen. Tiefgräber können dadurch genau so gestaltet werden wir Einzelgräber. Es ist jedoch von Anfang an darauf zu achten, dass das Grab später einmal das Wesen beider Verstorbener wiederspiegeln sollte und das der Platz auf dem Grabmal ausreichend für beide Inschrifte ist. Dabei liegt es im Geschíck des Steinmetzen, dass der Grabstein nach der ersten Beisetzung nicht leer oder „wartend“ aussieht, weil er durch die fehlende, zweite Inschrift noch nicht vollständig ist.

Für Tiefgräber werden meist Hochsteine oder Stelen als stehende Steine gewählt. Aber auch hier ist es gut möglich, das Denkmal als Schriftplatte, Schriftkissen oder Liegestein auszuführen.